Fünf einfache Prinzipien


Die über 5 000 Jahre alte Wissenschaft des Yoga lehrt ein einfaches und natürliches System, das aus fünf Prinzipien besteht und zu Wohlbefinden führt:

1 Richtige Körperübungen

Asanas halten die Muskeln geschmeidig und die Wirbelsäule elastisch, verbessern geistige Fähigkeiten und entwickeln die Lungenkapazität, sie stärken die inneren Organe und schenken Langlebigkeit. Durch die Übungen von Yogaasanas wird das Blut mit viel Sauerstoff angereichert und die Anhäufung von venösem Blut gestoppt. Der Körper wird mit einem großen Maß an Energie erfüllt. Die Gehirnzentren und das Rückenmark werden gestärkt und belebt. Das Gedächtnis wird verbessert und der Verstand geschärft. Intuition wird entwickelt. Die Praxis von Asanas festigt das Gleichgewicht im Körper und garantiert geistige Ausgeglichenheit. Yogaübungen tragen zur Entspannung des Körpers bei, so dass nervliche Anspannungen aufgelöst werden können.

2 Richtige Atmung

Prana ist das universelle Prinzip von Energie und Kraft. Prana ist Lebenskraft. Prana wird durch die Atmung aufgenommen. Die Pranaversorgung erfolgt durch das Nervensystem. Der Pranaüberschuss speichert sich im Gehirn und in den Nervenzentren. Der Yogi speichert ein Übermaß an Prana durch regelmäßige Atemübungen. Der Yogi, der viel Prana gespeichert hat, strahlt Stärke und Vitalität aus. Wer mit ihm in nahen Kontakt kommt, nimmt von ihm Prana, Stärke, Kraft, Vitalität und Frohsinn auf.

3 Richtige Entspannung

Die physische Entspannung des menschlichen Körpers wird durch Autosuggestion erreicht. Geistige Entspannung wird durch bewusste Konzentration auf die Atmung herbeigeführt, wobei einige Minuten lang langsam, tief und rhythmisch geatmet wird. Yogis wissen, dass es keine vollständige Entspannung geben kann, wenn man sich nicht von seiner Verhaftung an Körper und Ich-Bewusstheit lösen kann. Denn der Quell aller Macht, allen Wissens, jeglichen Friedens und aller Stärke befindet sich in der Seele, nicht im Körper! Diese Identifikation wird spirituelle Entspannung genannt.

4 Richtige Ernährung

Yogis essen, um zu leben, sie leben nicht, um zu essen. Folglich wählen sie Nahrungsmittel, die einen positiven Effekt auf Körper und Geist haben und der Umwelt möglichst wenig Schaden zufügen. Das Yoga empfiehlt eine laktovegetarische Ernährungsweise mit viel Getreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Samen , die auf einfache, nährstoffschonende Weise zubereitet werden sollen.

5 Positive Gedanken & Meditation

Am Beginn des yogischen Übens sind zahllose Gedankenwellen im Geist. Der Prozess des Leermachens oder Freimachens des Geistes ist zweifellos ein mühsames Unterfangen. Aber andauerndes intensives Üben bringt Erfolg. Meditation ist das Aufrechthalten eines unaufhörlichen Flusses von Bewusstsein. Der Geist ist erfüllt und gesättigt mit göttlichen Gedanken, göttlichem Ruhm und göttlicher Gegenwart. Ein gutes, tugendhaftes Leben alleine bereitet den Geist als taugliches Instrument für Konzentration und Meditation vor. Konzentration und Meditation führen schließlich zu Selbstverwirklichung, der Yogi genießt vollkommenen Frieden.